Blütenmär - Rosenblütenfest im Kamptal
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In Schönberg/Kamp sind alle Rosen- und Weinfreunde auf ihre Rechnung gekommen: Heimische Wildrosen, historische Rosen, Rosenseifen und viele andere Rosenprodukte waren zu bestaunen und zu erwerben - genauso wie diverse frisch veredelte Weinsorten für den Garten und natürlich der dazugehörige Wein für den Tisch. Spannende Exkursionen in die Kulturlandschaft von Schönberg haben das Programm abgerundet. |
Eisheiligenfest in Emmersdorf, 6. Mai 2004
Endlich frostfrei! Wenn man sich mit Gartenpflanzen beschäftigt, weiß man genau, dass die
heiklen Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freie gebracht werden sollen. Aber
auch die Natur lässt sich mit vielen Abläufen Zeit, bis die Gefahr von Spätfrösten
endgültig vorüber ist. Oder zumindest sehr unwahrscheinlich geworden ist. Die
Blüte der Wildrosen wartet beharrlich bis in die zweite Maihälfte und lässt sich
auch durch extrem warme Wetterlagen im zeitigen Frühjahr nicht aus der Reserve
locken. Die Zusammenhänge zwischen Naturerscheinung, Witterung und Lage
sind oft ziemlich verzwickt und schwer zu durchschauen. So reagieren manche
Pflanzen nur auf die Tageslänge und lassen sich nicht durch Wärmeperioden
aus dem Gleichschritt bringen, andere sammeln wieder Wärmepunkte und
legen dann erst so richtig los. Beim Eisheiligenfest in Emmersdorf konnte man viel
über Standort, Wärmebedarf und Klimagunst in Niederösterreich erfahren. Und
natürlich gab es wieder eine Menge von Gehölzbesonderheiten unserer Heimat.
Dirndl - Wasser - Lebensraum, 23. Mai 2004
Ein Naturerlebnistag in der Pielachtaler Kulturlandschaft!
Von unschätzbarem Wert ist für das Pielachtal seine lebendige Kulturlandschaft. Die dahinter stehenden Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Natur, Erholung und Tourismus sollen erlebnisorientiert einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Pielach ist ein typischer Mostviertler Fluss: Vom wilden, gebirgigen Teil fließt sie ins fruchtbare Land bis sie nach ihrer 70 Kilometer langen Reise in die Donau mündet. In Jahrtausende langer Arbeit hat sie sich ihren Weg gebahnt und ihr Tal geformt. Gemeinsam mit ihren reichverzweigten Zuflüssen macht sie das Land fruchtbar und saftig grün. Wie ein Bilderbuch erzählen ihre Ufer Geschichten: Über die formende und Leben spendende Kraft des Wassers. Über den sorgsamen Umgang der Menschen mit der Natur, die köstlichen Produkte aus der Landwirtschaft und die Freude am gesunden Genuss.
Die Höhenstufen im Pielachtal sind sehr regelmäßig, das spiegelt sich in der Landschaftsform und in der landwirtschaftlichen Nutzung wieder. Verkarstet und waldreich im Süden, sanfthügelig mit von Hecken durchzogenen Wiesen im Mittellauf und weite, ebene Ackerflächen im Norden.
Durch die Nord/Ost - Süd/West Orientierung des Tales ist das Pielachtal klimatisch begünstigt. Während in anderen Voralpentälern die West- und Osthänge dominieren, gibt es im Pielachtal auch viele südexponierte Hänge. Diese natürliche Wärmetönung des Tales begünstigt unter anderem eine ganz besondere Pflanze: den Dirndlstrauch. Zu ihm haben die Pielachtaler eine ganz besondere Beziehung. Leuchtend gelb blüht er oft schon im Februar und ist somit der erste Frühlingsbote. Aus seinen vitaminreichen roten Früchten brennen die Pielachtaler im Herbst hervorragenden Dirndl-Schnaps. Der Pielachtaler Dirndlbrand ist eine geschützte Marke.
hat eine wichtige Rolle im Dirndltal. Das wichtigste Produkt ist die Milch: von Kühen und von Schafen (Pielachtaler Schafkäse ist eine Spezialität!). Auch Rindfleisch, Most, Saft und Edelbrand werden von den Pielachtaler Bauern erzeugt.
Die Spuren dieser Jahrhunderte währenden Landnutzung sind Puzzlesteine der heutigen (Kultur-) Landschaft. Geht man mit offenen Augen hinaus, können in der Landschaft spannende Geschichten gelesen werden.
Wer die landschaftlichen und kulturellen Schätze des Pielachtales erkunden wollte, hatte am Sonntag, den 23. Mai, die Gelegenheit dazu. Die Pielachtaler Naturführer machten die Landschaft des Tales erlebbar. Alle Naturgenießer, aber auch Familien mit Kinder waren herzlich dazu eingeladen. Naturbezug ist für die natürliche Entwicklung der Kinder eine wichtige Sache.
Die Pielachtaler Naturführer begleiteten die Besucher rund um den Steinschalerhof und am Fuße des Geisbühels auf einer Spurensuche in der Landschaft. Das Wasser, die Obstbäume, die bunten Wiesenblumen, die Tierwelt - sie alle wurden in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt.
Die Kulinarik kam natürlich auch nicht zu kurz. Die Früchte des Tales wollten nicht nur entdeckt, sondern auch verkostet werden.
Veranstalter:
SAC Tradigist in Kooperation mit den Pielachtaler Naturführern, dem Steinschalehof und dem Regionalbüro Pielachtal,
www.pielachtal.info, oekoregion@pielachtal.com



